Greifvogel
Größe: 76-92 cm
Flügelspannweite: 180-240 cm
Gewicht: Männchen 3100-5400 g, Weibchen 3700-6900 g
unverwechselbare Silhouette im Flug
Horst: bis zu 2 Meter Durchmesser
Geschlechtsreife ab 3 Jahren
Balzzeit: ab Januar, Balzflüge
Brutzeit: Eiablage Februar bis April-Mai 1-3 Eier, Brutdauer 34-46, Nestlingszeit 70-90 Tage
Standvogel, Kurzstreckenzieher (ganzjährig zu beobachten)
Der Seeadler gilt in Deutschland aufgrund intensiver Schutzmaßnahmen als nicht gefährdet.
Bestand in Deutschland inzwischen über 1000 Brutpaare in 2025.
Die Umgebung (ca. 500 m) um den Horst ist in der Brutzeit Anfang Februar bis August meist geschützt (Adlerschutzgebiet) und darf nicht betreten werden. Dieses ist durch Schilder ausgewiesen, damit die Tiere die nötige Ruhe für die Brut und Nestlingszeit haben.
In Schleswig-Holstein engagiert sich die Gruppe Seeadlerschutz e.V. für den Schutz der Seeadler.
Hier kommst du auf ihre Website: https://www.projektgruppeseeadlerschutz.de/
Seeadler sind große Greifvögel mit breiten, brettförmigen Flügeln.
Die Weibchen sind größer als die Männchen.
Die Handschwingen, auch »Finge« genannt, sind deutlich ausgeprägt.
Die gelben Beine (Läufe) sind nicht komplett befiedert.
Das adulte Federkleid ist an der Unterseite hellbraun, an der Oberseite eher graubraun.
Im Flug erscheint bei den Männchen der Schwanz kürzer und wirkt wie abgeschnitten, bei Weibchen ist er eher keilförmig und länger.
Bei adulten Adlern ist der Schwanz (Stoß) rein weiß mit eventuell schwarzen Flecken und der Schnabel gelb.
Die Jungvögel dagegen haben noch keinen weißen Schwanz, dieser entwickelt sich erst durch die Mauser während des Erwachsenwerdens. Am Anfang wirkt der Jungadler fast durchgängig braun bis nahezu schwarz. Die Schwanzfedern haben ein schmutziges Weiß mit dickem schwarzen Rand.
Der Schnabel ist am Anfang, abgesehen von der gelbfarbenen Wachshaut zur Stirn hin, sehr dunkel.
Während der Zeit zum Erwachsenwerden kommen immer mehr hellbraune Federn hinzu,
der Schwanz wird langsam einheitlich weiß und der Schnabel verfärbt sich vom Dunkel bis hin zu Bernsteingelb.
Fische, Wasservögel, Seevögel, kleinere Säugetiere, Aas
Vorzugsweise erbeutet er Fische, die sich nah an der Wasseroberfläche aufhalten. Darüber hinaus zählen aber auch Säugetiere, Vögel und Aas zu seinen Hauptnahrungsquellen. Obwohl er in erster Linie kranke oder schwache Tiere erbeutet, kann dieses Kraftpaket Fische bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm und Vögel bis Graugansgröße überwältigen.
Küsten, Felseninseln, große Seen, Flüsse, Moore, Nähe zu Klippen oder hohen Bäumen, meist Niederungen.
Am häufigsten in Deutschland in Norddeutschland anzutreffen. In Wäldern mit alten, stabilen Bäumen oder an Klippen baut er seine gewaltigen Horste. Zur Nahrungssuche benötigt er Küsten, große Seen oder Flüsse in der Nähe.
Die Tiere verbringen ihr Leben meist in einer Dauerehe mit einem Partner. Sie verteidigen ihr Revier gemeinsam.
Die riesigen Horste aus dem Vorjahr nutzen sie gerne zur zeitigen Brut im Frühjahr wieder. Dabei bebrüten meist die Weibchen die ein bis drei Eier, während die Männchen sie mit Nahrung versorgen.
Manche Paare wechseln sich bei der Brut ab.
Man kann sie in ihren Revieren sehr gut beobachten, sie nutzen gerne die gleichen Ansitzbäume. Sie agieren als Ansitzjäger und verbringen so 80% ihrer Zeit sitzend in Bäumen.