Bartmeisen

Die kleinen Flinken im Schilf.

Wichtige Fakten

Größe: 14-15,5 cm 
Gewicht: 11-21 g

Leben ausschließlich in dichten Schilfflächen
Auffällig durch die Zeichnung des »schwarzen Bartes« beim Männchen

4000 – 8000 Brutpaare, monogame Dauerehe
Brutzeit: März - September
4-6 Eier, 2-3 Bruten im Jahr
Brutdauer ca. 10-13 Tage, verlassen das Nest nach ca. 11-13 Tagen
das Nest befindet sich dicht über der Wasseroberfläche im Schilf, häufig mit Halmen von oben abgedeckt

Standvogel und Kurzstreckenzieher
ganzjährig zu beobachten
nicht gefährdet in Deutschland, aber es ist wichtig die wenigen Brutgebiete zu erhalten

Aussehen

Die Oberseite des Gefieder ist überwiegend hellbraun (zimtfarben), die Unterseite ist heller bis gräulich.
Das Männchens hat einen grauen Kopf, eine weiße Kehle und eine schwarzen Bartzeichnung.
Das Weibchen hat einen hellbraunen Kopf mit einer weißen Kehle ohne die Bartzeichnung.
Beide haben eine schwarz-weiße Flügelbinde und einen langen gestuften bräunlichen Schwanz, mit einer schwarzen Unterschwanzdecke.
Sie haben schwarze Füße und einen orange-gelben Schnabel.
Jungvögel sind eher ockerfarben mit hellem Kopf und einen schwarzen Rückenfleck. 

Ernährung

Im Sommer eher Insekten und ihre Larven, im Winter Schilfsamen.

Lebensraum

Die Bartmeisen leben in dichten, wasserführenden Schilfgebieten, vor allem an den Küsten Norddeutschlands und in Ostdeutschland.

Verhalten

Bartmeisen sind oft gut versteckt, sie brüten in kleinen Kolonien und gehen meist gemeinsam auf Nahrungssuche. Auch den Herbst/Winter verbringen die geselligen Bartmeisen zusammen. In der Zeit kann man sie eigentlich am besten beobachten, wenn sie sich bei der Nahrungssuche von Schilfhalm zu Schilfhalm in einer kleinen Gruppe bewegen.
Man kann sie deutlich an ihren Rufen erkennen, bevor man sie sieht. Sie geben ein nasales »pschin«-Geräusch von sich. Auch ein rollendes »tschirr« gehört zu den Rufen, die unter anderem im Flug zu hören sind. Der Gesang der Bartmeise ist leise und zwitschernd. Er lässt sich als »psching-dschick-tschräh« beschreiben. Der Gesang dient als soziales Werkzeug und ist vor allem gut im Herbst/Winter in den frühen Morgen- und späten Abendstunden zu vernehmen. 

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